Das neue Elterngeld

Seit dem 1. Januar 2013 gibt es neue bzw. erweiterte Regelungen bezüglich des Elterngeldes. Hier habe ich Ihnen das Wichtigste zusammengefasst.

Damit dürfen Sie rechnen:

  • Anspruch auf Elterngeld haben Erwerbstätige, Beamte, Selbstständige, Erwerblose, Studenten und Auszubildende.
  • 67% des wegfallenden Einkommens werden dem Elternteil bezahlz, der im Beruf kürzer tritt und sich um das Baby kümmert. Wenn ein Elternteil nur eine Auszeit nimmt oder die Wochenarbeitszeit auf maximal 30 Stunden reduziert, steht diesem ein Elterngeld von mindestens 300 und höchstens 1800 Euro pro Monat zu.
  • War ein Elternteil vor der Geburt des Kindes arbeitslos, steht diesem ein Mindestelterngeld von 300 Euro zu.
  • Das Elterngeld wird zwölf Monate bezahlt, wenn nur ein Elternteil die Betreuung des Babys übernimmt und dafür den Beruf zurückstellt. Zwei weitere Monate gibt es als Bonus, wenn auch der Partner für mindestens zwei Monate den Schreibtisch mit dem Wickeltisch tauscht.
  • Bei der Geburt von Mehrlingen erhöht sich das Elternkind pauschal um 300 Euro pro Kind.

Diese Boni gibt es ebenfalls:

  • Wenn Mutter und Vater sich die Betreuung ihres Babys partnerschaftlich teilen und ihren Job für mindestens 2 Monate ruhen lassen oder ihre Arbeitsstunden reduzieren, gibt es das Elterngeld für zwei zusätzliche Monate ausbezahlt. Dabei ist es den Eltern frei überlassen, wie sie diese Zeit aufteilen. Es besteht auch die Möglichkeit für die Eltern, gleichzeitig in Elternzeit zu gehen und Elterngeld zu beziehen. Dann reicht das Geld allerdings nur für maximal sieben gemeinsame Monate.
  • Da Alleinerziehende sowohl die Rolle der Mutter als auch die des Vaters einnehmen, haben sie Anspruch auf 14 Monate Elterngeld. Wenn sie vor der Geburt des Kindes berfustätig waren, beträgt das Elterngeld 67% des entfallenden Einkommens (allerdings max. 1800 Euro). War dies nicht der Fall, erhalten sie wie alle anderen nicht berufstätigen Eltern auch den Mindestbetrag von 300 Euro.
  • Es sind vor allem die Geringverdiener, die vom Elterngeld profitieren. Wer in seinem Job weniger als 1000 Euro verdient, bekommt mehr als 67% seines ursprünglichen Gehalts. Für jeweils 20 Euro, die das durchschnittliche Monatseinkommen unter 1000 Euro liegt, wird 1 Prozentpunkt auf das Elterngeld aufgeschlagen.
  • Ist ein älteres Geschwisterkind vorhanden, so gibt es unter bestimmten Bedingungen einen Zuschlag auf das Elterngeld. Für den Bonus muss es ein Geschwisterkind unter drei Jahren oder zwei Geschwisterkinder unter sechs Jahren geben. Der Zuschlag beträgt dann 10% des Elterngeldes, jedoch mindestens 75 Euro. Diesen Zuschlag gibt es allerdings nur solange, bis das Geschwisterkind seinen dritten bzw. sechsten Geburtstag feiert. Danach gibt es den normalen Elterngeldsatz, bis die 12 bzw. 14 Monate vorbei sind.
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